Sind nachhaltige Investments gefährlich?

ESG-Anlagen sind modern und im Trend, aber es gibt einige Finanzexperten, die diese nachhaltigen und „grünen“ Investments durchaus kritisch sehen. Die Anleger sind da anderer Ansicht, sie haben reges Interesse, was sich daran zeigt, dass die Zahl der nachhaltigen Anlagen enorm gestiegen ist. Inzwischen ist es ein Trend, der in die Billionen geht und neben den privaten Anlegern gibt es auch immer mehr institutionelle Anleger, die sich für die Kapitalanlagen interessieren.

Nur Marketinggründe?

Die Kritiker werfen denjenigen, die die grünen Geldanlagen auf den Markt bringen, vor, dass sie mit dem Trend der Zeit gehen und nur die Nachfragen der Anleger bedienen wollen. Es seien nur Marketinggründe, die dahinterstehen und nur in seltenen Fällen bestehe ein wirkliches Interesse an Umwelt und Nachhaltigkeit. Unternehmen würden Schulden für eine Reihe von umweltfreundlichen Zwecken machen, um die stetig steigende Nachfrage an nachhaltigen Anlagen bedienen zu können.

Die Geschäftsentwicklung immer im Blick

Verständlich ist, dass Unternehmen, die Aktien anbieten, ihre Geschäftsentwicklung im Blick haben. Kritiker werfen diesen Unternehmen vor, dass sie zwar nachhaltige Kapitalanlagen anbieten, jedoch nur einen Bruchteil des Geldes, was sie von den Anlegern bekommen, tatsächlich in umweltfreundliche und nachhaltige Produkte investieren. Viele kritische Stimmen sind der Meinung, dass der Kampf gegen den Klimawandel nur auf politischer Ebene gelöst werden sollte. Kohlenstoffarme ETF zu verkaufen, ist hingegen Blendwerk, was mit der Bekämpfung des Klimawandels nichts mehr zu tun hat.

Das Geld steht im Vordergrund

Geld steht nicht nur für die Unternehmen im Vordergrund, auch die Anleger wollen natürlich eine ordentliche Rendite in ihrem Portfolio haben. Nach Ansicht von Experten kann dies in der nahen Zukunft schnell zu einem Reizthema werden, und zwar bei den Plänen der Regierung in den folgenden Dekaden, den Klimawandel für die Kohlenstoffneutralität anzugehen.

Hauptsache nachhaltig

Umfragen bei Anlegern, die ihr Geld in nachhaltige Finanzprodukte investieren, haben gezeigt, dass hier der Zweck die Mittel heiligt. Wird schon Geld für die Zukunft anlegt, dann wenigstens mit einem guten Gewissen. Nur sehr wenige Anleger interessieren sich tatsächlich dafür, wie ihr Geld angelegt wird. Sie vertrauen darauf, dass es wirklich in Projekten landet, die sich für den Klimawandel und für die Nachhaltigkeit in der nahen Zukunft starkmachen.

Bild: @ depositphotos.com / leungchopan

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Ulrike Dietz
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